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Geschichte

Fußball wird im TuS Ascheberg seit der Geburtsstunde als DJK Ascheberg gespielt. Noch vor dem ersten Sportfest reisen die Jugendlichen zu einem Spiel nach Seppenrade. Schon im zweiten Jahr seiner Existenz meldet der Verein zwei Mannschaften zum Spielbetrieb. Erstmals mit dem Kürzel TuS ist ein Zeitungsbericht in der Saison 29/30 versehen. In der Lüdinghauser Zeitung ist zu lesen:
Olfen I - “Turn und Sport” Ascheberg I     6:0
Obiges Spiel wurde von den Spiel und Sportlern hoch gewonnen. Jedoch war die Überlegenheit nicht so, wie das Resultat es ersehen lässt. Das Spiel war zu jeder Zeit offen und Olfen hatte einen schussfreudigeren Sturm, dagegen war der Sturm von Ascheberg viel zu langsam und wusste sich vor dem Tor des Gegners nicht zu helfen. Die Ascheberger mögen mehr trainieren und können ohne Entschlossenheit keine Spiele gewinnen.”
Bis zum Verbot des DJK-Verbandes durch die Nazis spielen die Ascheberger in den Klassen dieses Verbandes. Danach organisieren die Nazis Nachfolgeverbände. 1935 sind in der Staffel Lüdinghausen VfL Werne-Evenkamp, VfL Werne, BV Werne-Horst, BV Selm, BV Drensteinfurt, Sp. und Sp. Herbern und die Betriebssportgemeinschaft Radbod die Gegner des TuS Ascheberg. Ein Jahr später ist der TuS Ascheberg in der zweiten Kreisklasse Münster zu finden. Hier sind Postsport Münster, Germania Münster, SC Reckenfeld, Westfalia Kinderhaus, SC Dyckburg, TuS Nottuln und Albachten die Gegner.

Fußball ab 1945
Der Fußballkreis Lüdinghausen wird 1946 gegründet. In der ersten Saison bestreitet der TuS Ascheberg lediglich Freundschaftspiele. Die erste Meisterschaftssaison nach dem Krieg für den TuS Ascheberg ist die Spielzeit 47/48. Es ist eine mühsame Zeit. Wenn bei Klaverkamp der Saal belegt ist, ziehen die Kicker sich auch schon einmal in den Katakomben unter der Bühne um. Duschen gibt es nicht. Eine Wasserpumpe und Kernseife müssen reichen, damit die Kicker halbwegs sauber zur dritten Halbzeit übergehen. Im Winter sorgt Mutter Klaverkamp mit einem Schüsselchen warmen Wasser dafür, dass die Waschaktion nicht durch vereiste Finger abgebrochen werden muss. Immerhin ist das Schuhwerk erste Wahl. Theo Schulte sorgt dafür, dass die TuS-Kicker Stollenschuhe mit Stahlkappe tragen. Die Stahlkappe dient weniger dazu, einem gegnerischen Spieler ordentlich vor die Füße treten zu können. Nein, der Ball wird im Laufe des Spiels bei feuchtem Platz immer schwerer. Da dient die Stahlkappe als Schutz. Hilfreich ist in der ersten Zeit nach dem Krieg, dass es durch die Landwirtschaft genug zu essen gibt. Die Städter kommen darum aufs Land, so auch 1948 Borussia Dortmund. Der Nord- und Westdeutsche Meister spielt quasi für ein Stück Speck in Ascheberg. Zur Halbzeit wundern sich die BvB-Stars, denn es steht nur 2:2-Unentschieden. Berni Domhöver und Heinz Surmann haben den Dortmundern zwei Eier ins Nest gelegt. Am Ende verlieren die TuSler mit 2:8. Etwa 2000 Zuschauer lassen sich das Spektakel nicht entgehen.
Der Hinweis auf “Speck” trifft auch für andere Dinge zu. Die Bälle besorgen Paul Höhne und Fritz Bischoff - bei dem Kicker übrigens auch billig Anziehsachen erhalten -, die dafür Essbares eintauschen. Und weil sie in Dortmund Kohldampf schieben müssen, in Ascheberg aber zu essen bekommen, spielen auch die Dortmunder Henner Doepke und Willi Pankau für den TuS Ascheberg. Doepke heiratet später sogar eine Aschebergerin, Pankau ist mit einer Schauspielerin verheiratet.
Gespielt wird in Ascheberg auf Tore, die anfangs keine Netzte haben, sondern mit Maschendraht versehen sind. Improvisation ist alles. Das gilt auch für Fahrten zu anderen Plätzen. In den ersten Jahren lassen die Ascheberger sich mit einem Holzkocher zu den Auswärtsspielen fahren. Dabei müssen sie natürlich nachheizen, damit sie ihr Ziel erreichen. Später geht es mit einem Dreirad von Gerd Hölscher (Hölschke) zu den Auswärtsspielen. Heute dürfte kein Polizist mehr sehen, wie sich elf Leute auf der Ladefläsche drängeln. Den elf TuSlern ist es nur recht.
In den ersten Jahren nach dem Krieg ist es ein ständiges Ringen um die Zahl elf. “Wir sind durchs Dorf gefahren und haben solange gesucht, bis wir elf Leute waren”, erinnert sich Heinz Surmann. Zwar liegen die TuSler jeden Abend auf dem Platz, um zu pöhlen, aber auch um sich leichtathletisch zu betätigen. Doch zu den Spielen müssen Akteure gebeten werden. Zwei Mal reicht es nicht. 1950 starten die TuSler mit einer 0:16-Niederlage gegen VfL Werne, dann haben sie gegen Davaria Davensberg mit 2:6 das Nachsehen. Eine Woche später ist die Mannschaft abgemeldet.
Zurück meldet der Verein sich mit guten Ergebnissen. 1952 gewinnt der TuS den Kreispokal. Einziger Wermutstropfen: Die Entscheidung fällt nicht auf dem grünen Rasen, denn Wethmar 2 tritt zum entscheidenden Spiel nicht an. 1953  verliert die Mannschaft leider das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft gegen den Sieger der zweiten Gruppe der 2. Kreisklasse, GW Stockum, in Olfen mit 1:4. Durch diese Niederlage verpasst der TuS auch den Aufstieg. Das gibt einen Knacks, der nachwirkt. In der nächsten Saison verliert die Mannschaft vier Spiele, zuletzt mit 0:7 gegen Union Lüdinghausen. Danach ist wieder Schluss. Der TuS muss einen Neuanfang starten.
 
Meister 1957
Zwei Mal reicht es in der zweigeteilten Klasse nicht, dann folgt der große Coup: 1957 wird der TuS Ascheberg Meister der einteiligen 2. Kreisklasse und steigt in die 1. Kreisklasse auf. Zehn Jahre nach der ersten Saison im Fußballkreis Lüdinghausen hat der Verein die unterste Stufe verlassen. Er profitiert von der Nachwuchsarbeit, denn zur Meisterelf gehören einige ehemalige TuS-Junioren. Im nächsten Jahr meldet der Verein sogar zwei Mannschaften zum Spielbetrieb. Es sind also genügend Spieler da, leider aber kein Erfolg. Nur ein Jahr nach dem Aufstieg muss der TuS Ascheberg in die 2. Kreisklasse zurückkehren. Dort verbleibt die Mannschaft bis zum Ende der 50er Jahre. Auf eine zweite Mannschaft wird verzichtet.
Die 60er Jahre beginnen gut, denn der TuS Ascheberg schafft 1962 gemeinsam mit Westfalia Vinnum den Sprung in die erste Kreisklasse. Anders als beim ersten Intermezzo schafft die Mannschaft es dieses Mal, die Klasse einmal zu erhalten, doch nach dem zweiten Jahr im Oberhaus des Kreises geht´s wieder runter in die 2. Kreisklasse.
Viel schwieriger gestaltet sich aber die Arbeit der Verantwortlichen wegen der problematischen Sportplatzsituation, denn von 1965 bis 1968 müssen alle Spiele in Davensberg ausgetragen werden. 1963 hat die Fußball-Abteilung 103 Mitglieder, dann geht es rapide in den Keller. 1967 werden gerade einmal 39 Mitglieder notiert.
Was der TuS auch tut, er muss es in Davensberg in Angriff nehmen. Das gilt für die Meisterschaft genauso wie für besondere Spiele, etwa ein Wiedersehen der Ehemaligen im Herbst 1965. Der Aschenplatz kommt 1968 gerade zur richtigen Zeit, um den endgültigen Kollaps zu verhindern. Mit einer Senioren- und einer Jugendmannschaft beendet der TuS das Kapitel Davensberg. Erst 25 Jahre später soll das Stichwort Davensberg noch einmal für schwere Zeiten stehen.

Der Kreispokalsieg 1969
Immerhin klingen die 60er Jahre versöhnlich aus. Im Kreispokal der 2. Kreisklasse - die Pokalrunden werden in allen Klassen ausgetragen, weil die kleinen Gruppen nur wenig Meisterschaftsspiele bringen - setzt sich der TuS Ascheberg durch. Das Entscheidungsspiel gegen die zweite Mannschaft von BW Alstedde wird in Südkirchen ausgetragen. In der Partie geht es hoch her. Es wird um jeden Zentimeter gekämpft. Die Ascheberger haben einen glänzenden Start und gehen bereits in der dritten Minute durch Siggi Weiser mit 1:0 in Führung. Die Alstedder lassen sich aber nicht aus der Fassung bringen und kämpfen um den Ausgleich, der noch vor der Pause gelingt. Nach dem Wechsel macht der TuS Druck. 20 Minuten vor dem Ende gelingt Raimund Weiß der entscheidende Treffer. BW Alstedde greift zwar wütend an, aber Torhüter Rudi Tönies hat einen guten Tag erwischt und  lässt den Ausgleich der Alstedder nicht mehr zu. Erster Gratulant ist der Kreisvorsitzende Anton Beckensträter aus Nordkirchen, aber auch Vorsitzender Dr. Theo Grote ist nach Südkirchen gereist, um Trainer Henner Doepke, Obmann Horst-Gunther Nitsche und Betreuer Alfons Hanke zu diesem Erfolg zu gratulieren. Beteiligt waren: Dieter Pällmann, Raimund Weiß, Heinz Plogmaker, Baby Hartwig, Bernhard Weiß, Bernhard Rother, Siggi Weiser, Alfons Schubert, Wolfgang Puck, Rudi Tönies, Manni Jermis, Ali Thyering und Willi Dullo.
Das versöhnliche Ende 1969 lässt sich nicht wiederholen. Der TuS Ascheberg verliert vier Spieler an Davaria Davensberg, ein Akteur verändert sich nach Wethmar und Bernhard Weiß zieht nach Recklinghausen. Ein Trainer ist nicht zu bezahlen. Zuschauer kommen zu den Spielen des Vereins nicht mehr. Nachwuchsspieler stehen nicht zur Verfügung.
 Das ist die Situation in der Horst Gunther Nitsche mit neuer Mannschaft die Nachwuchsarbeit forciert. Hermann Venhaus versammelt die letzten treuen Senioren um sich. Felix Rother steigt als Schülerobmann ein, Nitsche selbst zeichnet für die Jugend verantwortlich. Positiv wirkt sich aus, dass der TuS 1968 eine Altherren-Abteilung ins Leben gerufen hat. Der TuS sät und darf schon bald die Früchte ernten. Statt weiterhin Kicker für die erste Mannschaft zu suchen, wird  zur Saison 72/73 eine Reservemannschaft gebildet.
Dem TuS Ascheberg geht es bei den Fußball-Senioren bestens, denn die Mannschaft spielt fast die gesamten 70er Jahre im Oberhaus des Fußballkreises Lüdinghausen, das aber sechs Spielzeiten zweigeteilt ist, so dass mehr Teams als in den Vorjahren und später zur Eliteliga des Kreises Lüdinghausen gehören.
So ist der Aufstieg der ersten Mannschaft von der 2. in die 1. Kreisklasse zur Saison 72/73 auch kein echter Aufstieg, sondern nur das Ergebnis der Spielklassenreform. Als der Kreis später den Schritt zurück macht, schafft der TuS es aber, sich in der verkleinerten “ersten Liga” zu halten.

Meister 1981
Mai 1981: Das Fass Bier aus Seppenrade steht schon in Bork. Anstechen dürfen die Gastgeber es, wenn sie den TuS Ascheberg besiegen. Doch daraus wird nichts. Der Tabellenführer siegt durch Tore von Günter Rüschenschmidt und Stefan Venhaus mit 2:0 und kehrt nach einjähriger Abstinenz in die Kreisliga A zurück. Es ist das Produkt der guten Nachwuchsarbeit, denn ein Jahr zuvor ist Willi Dullo mit den meisten Spielern Meister der A-Junioren geworden. Jetzt stehen sie bei den Senioren ihren Mann. In der ersten Halbserie lenkt Wolfgang Sandhowe das Geschehen, in der zweiten Saisonhälfte der von Davaria Davensberg heimgekehrte Heiner Stanke. Die Mischung stimmt und schließt die nächste Saison mit dem fünften Platz ab. Die beste Platzierung des TuS Ascheberg nach dem Krieg. Doch leider schließt sich für einige jüngere Spieler der Dienst beim Bund an. Die erfolgreiche Mannschaft lässt Federn, einige Spieler suchen ihr Glück bei anderen Vereinen. So endet der Höhenflug.
Von der Nachwuchsarbeit profitiert in den 80er Jahren auch die Reserve. Sie schafft in der Saison 83/84 den Sprung von der Kreisliga C in die Kreisliga B, muss aber ein Jahr später wieder die Segel streichen. Fast die gesamten 80er Jahre verfügt der TuS Ascheberg über drei Senioren-Mannschaften. Was fehlt? Die Spitze, um im Oberhaus des Kreises mitzumischen. Besonders eng ist es in der Saison 87/88. Der TuS Ascheberg schließt die Serie punktgleich mit der Reserve des SV Herbern ab. Nur eine Mannschaft kann in der Kreisliga A bleiben. In Cappenberg zeichnen Detlef Daweke (2) und Norbert Rüschenschmidt für die drei Treffer zum 3:3 nach 120 Minuten verantwortlich. Ein Elfmeterschießen muss über Klassenerhalt und Abstieg entscheiden. Für den TuS verwandeln Raimund Schöpe, Günter Rüschenschmidt, Jürgen Heubrock und Norbert Rüschenschmidt. Matchwinner ist Torhüter Peter Kampmann, der zwei Elfmeter pariert und so für den TuS Ascheberg den Klassenerhalt festhält. Insgesamt sind es drei Spielzeiten, die der TuS bis  zum Beginn der 90er Jahre weiter in der Kreisliga A spielt. Allerdings reduziert sich die Zahl der Teams auf zwei Mannschaften. Die Spielerdecke wird etwas dünner, macht aber keine Sorgen.
“Ständig ist der Zweite aufgestiegen, nur in diesem Jahr nicht, weil GW Selm aus der Bezirksliga abgestiegen ist.” Stefan Venhaus, Spielertrainer des TuS sagt diesen Satz 1992, ein Jahr nach dem Abstieg in die Kreisliga B. Seine Mannschaft verpasst die direkte Rückkehr in das Oberhaus des Kreises. Es beginnt ein langer Marathon, der erst 2002 enden soll.
Unter der Regie von Stefan Venhaus riecht es noch nach Aufstieg, doch dann legt der Abgang der Junioren nach Davensberg und der Wechsel von Stefan Venhaus nach Capelle fast den ge-samten Spielbetrieb lahm. Die Senioren des TuS Ascheberg sind am Ende der Saison 93/94 froh, dass sie in der Kreisliga B bleiben. Wie soll das aber ohne Junioren nur weitergehen? Der Himmel über Ascheberg ist düster, doch es gibt Schlimmeres als sportliche Krisen, wie die Senioren 1995 erfahren. Beim Spiel in Lüdinghausen bricht Torhüter Ralf Rößmann zusammen. Wenige Stunden später stirbt er im Lüdinghauser Krankenhaus. Ein schrecklicher Tag für die Familie und die Freunde beim TuS Ascheberg. Während der Saison verabschiedet sich auch noch Trainer Haverkamp. Willi Dullo hält das Schiff über Wasser. Ab 1998 greift unter der Regie von Gilbert Oesteroth und Reinhard Schulz ein Neuaufbau, zu dem auch einige Ex-TuSler, die aus Davensberg heimkehren, beitragen. Doch anfangs gilt der Venhaus-Spruch vom zweiten Platz.

Meister 2002
Das Ende des Aufstiegsmarathons liegt gerade ein paar Monate zurück. Obwohl der TuS Ascheberg mit Daweke und Schacht zwei wichtige Spieler verloren hat, liefert er sich mit dem FC Nordkirchen einen heißen Zweikampf um den Titel in der Kreisliga B. Frischen Wind bringen die ersten A-Junioren, die nach langer Durststrecke wieder aus den eigenen Reihen hochgeschrieben werden. Trotzdem scheint im April alles gegen den TuS Ascheberg zu laufen. Nach einer Niederlage in Seppenrade wächst der Vorsprung des FC Nordkirchen, der schon das Hinspiel in Ascheberg gewonnen hat, auf sechs Punkte an. Beim TuS Ascheberg stellen sich viele schon wieder darauf ein, den zweiten Platz belegen zu müssen. Dann müssen die Daumen gedrückt werden, dass Capelle nicht absteigt. Doch es kommt überraschend einmal anders. Dieses Mal hat der TuS das nötige Quäntchen Glück. Nordkirchen schwächelt. Alle rätseln warum, doch das ist den TuSlern egal. Schon bevor es zum Spiel nach Nordkirchen geht, hat das Blatt sich gewandelt. Der TuS reist mit einem Vorsprung zum Schloss und kann bei einem eigenen Sieg Meister werden. Das gelingt. Der TuS feiert, obwohl ein Wermutstropfen zu verdauen ist: Der langjährige Weggefährte, Trainer, Platzwart und Obmann Erhard Ostermann stirbt im Februar. Der Mann für alle Fälle fehlt dem TuS.

Fußball-Altherren
Vorgeschichte
Wenn die Karriere bei den Senioren gelaufen ist, machen die Kicker Schluss. Ungerne oft. Deswegen gibt es immer wieder Aktionen für Oldies. So belegt der TuS Ascheberg 1957 bei einem Altherren-Turnier den zweiten Platz. Im gleichen Jahr treffen die TuS-Senioren auf die TuS-Altherren. Bei den Oldies spielen Rüller, Trahe, Niemann, Doepke, Ott, Lappe, Supe, Bultmann, Domhöver, Rengshausen und Surmann. Die Senioren treten mit Spieske, Breitner, Ritz, Dullo, R. Weiß, Hanke, Ha. Weiß, Elmerhaus, Uhlmann, Schilling und Schöpe. Am Ende trennen sich beide Seiten 4:4-Unentschieden.
Am 12. September 1965 trommelt Karl Ritz zwei Mannschaften zusammen. Die Kicker der Jahre 1945 bis 1957 treffen in Davensberg - in Ascheberg gibt es gerade keinen Platz - auf das Team der Jahre 1957 bis 1962. Obwohl die jüngere Generation zur Pause mit 2:0 führt, haben am Ende die alten Hasen mit 5:4 das bessere Ende für sich. Abends bei Bultmann haben sich alle viel zu erzählen, denn einige Spieler wohnen schon nicht mehr in Ascheberg. So ist der frühere Obmann Theodor Wielage aus Hiltrup gekommen, um seine TuSler spielen zu sehen und mit ihnen zu plaudern.

Die Gründung
1966 durchschlägt Alfons Hanke den Knoten von sporadischen Spielen zum Aufbau einer Altherren-Mannschaft. Mit ihm trotzten Henner Döpke, Herbert Hanschmann, Paul und Willi Hütt, Päule Jeschke, Heinrich Rengshausen, Karl Ritz, Erich und Walter Schilling sowie Hubert Uhlmann den Geburtswehen. Und die sind heftig, denn Gegner sind rarer gesät als heute und in den ersten beiden Jahren fehlt auch in Ascheberg ein Platz. Für die Altherren ist es eine besondere Ehre, dass sie 1968 das Einweihungsspiel auf dem neuen Aschenplatz bestreiten dürfen (Foto Kapitel Sportstätten). Erst jetzt gründet sich die Abteilung. 
Aus wenigen Spielen wird 1970 ein Programm von zehn Partien. Jetzt erhalten die Altherren Jahr für Jahr auch Zuwachs aus der Senioren-Abteilung. In den 70er Jahren gelingt es Dieter Daweke, Spiele in einem nahezu festen Rhythmus festzulegen. 12 bis 15 Partien werden in dieser Zeit pro Jahr ausgetragen. 1975 legen die TuSler gleich bei der ersten Turnierteilnahme in Rösenbeck auch den Grundstein für eine erfolgreiche Turnierkarriere, denn sie gewinnen den größten Pokal. Die Ascheberger treten die Rückreise aus dem Sauerland ohne Niederlage an. Die siegreiche Mannschaft ist im Bild zu sehen auf der ersten Seite des Fußball-Kapitels. Unten links mit dem Doppelstreifen auf dem Trikot lächeln die Gewinner mit Obmann Daweke in die Kamera. Nicht zu sehen ist der große Pokal, der erste Pott, den die TuSler gewinnen. Dazu gibt es eine nette Anekdote, die in der nächsten “Dritten Halbzeit” dieses Kapitels erzählt wird.
Zwei Namen sind schon gefallen: Rösenbeck und Bleiwäsche. Im Laufe der Zeit entwickeln sich aber weitere Beziehungen. So nehmen die Altherren des TuS Ascheberg in Westfalen Kontakt zu den Altherren von TSV Germania Ascheberg in Schleswig Holstein, genauer im Kreis Plön, auf. Dieser Kontakt hält heute noch, so werden die Nordlichter auch zum 75-jährigen Bestehen erwartet.
Als eine weitere Partnerstadt ist Mihla zu nennen. Zu den Altherren haben die TuSler gute Kontakte, weil Konrad Paitz aus Milha nach Ascheberg gekommen ist und die Kontakte pflegt. Es haben schon einige gegenseitige Besuche stattgefunden. Mit auf Fahrt gehen jeweils auch die Frauen. Allein auf Tour gehen die Oldies nur bei besonderen Fahrten, neuerdings etwa die Ausflüge nach Kalkar.
14 eigene Turniere haben die Altherren des TuS Ascheberg ausgerichtet. Gerade in den 80er Jahren haben solche Turniere Hochkonjunktur, in den 90er Jahren sind sie zurückgegangen. So fällt es den Aktiven beim bisher letzten Turniersieg in Herbern 2001 auch schwer, sich an weitere Erfolge der TuS-Oldies zu erinnern. Doch es gibt sie. So endet 1975 gleich das erste Turnier in Rösenbeck mit einem Erfolg. 1977 triumphieren die Ascheberger bei einem Turnier in Ottmarsbocholt. Im Endspiel besiegen die Ascheberger Fortuna Schapdetten mit 2:0. Bei dem Turnier schenken die Blau-Weißen etwa 1000-Liter Bier aus. Kein Thema, dass die Turniersieger aus Ascheberg zum Verzehr beitragen. Ein sehr gutes Jahr ist 1980. Mit einem dritten Platz beim Hallenturnier des SV Herbern geht es los. Ärgerlich für die Mannschaft ist nur, dass sie kein Spiel verliert, durch Unentschieden aber den Turniersieg verpasst. Dafür hält sich die Mannschaft bei einem Turnier in Rinkerode schadlos. In Bork muss der TuS nach einer Niederlage im Endspiel mit dem zweiten Platz zufrieden sein. Von den 30 Spielen des Jahres werden übrigens 15 gewonnen, nur sieben gibt man verloren. Beim ersten eigenen Turnier setzt sich der SV Herbern durch.
1981 gewinnen die Ascheberger das Turnier in Capelle (gemeinsames Foto im Kapitel der Fußballsenioren). 1983 siegen sie in Ottmarsbocholt, in Bleiwäsche werden sie Zweiter, in Rinkerode Dritter. In den nächsten Jahren folgen zweite Ränge in Hullern (1984) und Rinkerode (1985). Zum 20. und 25. Geburtstag in den Jahren 1986 und 1991 richtet der TuS Ascheberg natürlich eigene Turniere aus. Dazwischen liegen noch im Jahr 1988 zwei Turniersiege in Davensberg und Albersloh, es bleibt bis 2001 der vorerst letzte Turniersieg. 1991 kommen die Ascheberger ihm als Zweiter eines Turniers in Davensberg noch einmal nahe, aber dann ist vorerst Schluss. Das liegt auch an einer Verjüngungskur der Mannschaft, die 1991 auf der Jahresversammlung der Oldies eingeleitet wird. Bei den diversen Kreisturnieren auf dem Feld und in der Halle reicht es nur selten zum Erreichen der Endrunde. Der große Wurf gelingt den Oldies dort nicht.

Fußball-Junioren
Zwei Altersklassen
Von der A-Jugend bis zu den Pamperskickern - vor und nach dem zweiten Weltkrieg dürfen die Fußball-Kinder von Chancengleichheit auf dem Feld nur träumen. Für die wenigen Interessenten gibt es bis in die 60er Jahre nur zwei Klassen: Entweder man spielt in der Jugend oder bei den Schülern. Entsprechend fällt auch die Zahl der Mannschaften aus. Lange Jahre verfügt der TuS Ascheberg nur über eine Jugend-Mannschaft. Bei besonders großen Jahrgängen werden auch schon einmal zwei Jugend-Mannschaften gebildet. Ähnlich sieht es bei den Schülern aus. Über Erfolge aus der guten alten Zeit liegen heute keine Informationen vor, wobei es viel schwieriger ist, einen Titel zu holen, denn es gibt im Kreis gerade vier Staffeln, in denen gespielt wird. Als der Fußballkreis Lüdinghausen dann in den 60er Jahren beginnt, die Altersklassen ein wenig auseinander zu ziehen, stehen die Ascheberger ohne eigenen Sportplatz da.Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Jugendarbeit sind mäßig.

Kontinuierliche Arbeit
Die Wende in der Jugendarbeit des TuS Ascheberg macht sich vorwiegend an zwei Personen fest. 1967 steigt Felix Rother in die Schülerarbeit ein. Mit großem Einsatz leistet er über Jahre wertvolle Dienste für den Verein. Zur Saison 69/70 übernimmt Horst Gunther Nitsche die A-Junioren. 1970 meldet der TuS Ascheberg vier Mannschaften für den Spielbetrieb.

A-Jugend steigt auf
 Einige starke Jahrgänge sorgen jetzt für positive Schlagzeilen. So schaffen die A-Junioren 70/71 den Sprung in die Leistungsklasse. Dabei sind Spieler, die auf dem Foto oben rechts ein paar Jahre zuvor noch von Egon Bels trainiert werden. Unter der Regie von Horst-Gunther Nitsche schaffen Klaus Panhans, Jürgen Blumenhagen, Manfred Dres-Bücker, Wolfgang Sandhowe, Rüdiger Panhans, Hubert Hattrup, Norbert Reckel, Heinz-Dieter Sabe, Peter Grote, Ulrich Kock, Antonius Rehr und Hubert Greive den Sprung nach oben.

Ein starker Jahrgang
Bei den Jüngeren kristallisiert sich der nächste starke Jahrgang heraus. Die C-Junioren feiern 75/76 die Meisterschaft. Horst Sabe, Ludger Ritz, Andreas Daweke, Stefan Venhaus, Jürgen Heubrock, Horst Hanschmann, Stephan Czapla, Michael Klaverkamp, Peter Ludwig, Stefan Koppmeier, Norbert Rüschenschmidt, Detlef Daweke, Manfred Voß, Dieter Schwipp und Steffen Köppen freuen sich mit Trainer Felix Rother über den Titelgewinn.

Die A-Jugend ist Kreismeister
Einen der größten Erfolge feiert Trainer Willi Dullo in der Saison 76/77 mit dem A-Junioren, die Kreismeister werden und den Kreis  bei den Aufstiegsspielen zur Bezirksklasse vertreten, dort aber gegen Werdohl, Iserlohn und Bremen scheitern. Zum Kader gehören Norbert Klaverkamp, Peter Kneilmann, Thomas Pelster, Helmut Gravermann, Jürgen und Werner Sabe,Wolfgang Ritz, Helmut Schilling, Günther Rüschenschmidt, Norbert Flamme, Raimund Schöpe, Stefan Venhaus, Ludger Ritz und Detlef Brox.

Die erste E-Jugend
In der Saison 77/78 meldet der TuS Ascheberg zum ersten Mal eine E-Jugend zum Spielbetrieb. Die Trainer Heinz und Uwe Cottmann bauen auf Lars Nitsche, Michael Neuhäuser, Dietmar Reckers, Jörn Nitsche, Dirk Cornelius, Frank Langanke, Dirk Stanke, Theo Trahe, Uwe Drüppel, Markus Lakenbrink, Guido Daweke, Manfred Trahe, Carsten Rother, Stephan Adamczyk und Michael Köppel. Ein Jahr später tragen einige Spieler dazu bei, dass der TuS Ascheberg Meister der D-Junioren-Kreisliga B wird. 1980 gewinnen zudem die A-
Junioren den Kreispokal.

Die 80er Jahre
In den 80er Jahren steigt ein Mann in die Jugendarbeit ein, der vom VfL Suderwich kommt: Erhard Ostermann. Er trainiert die D- und C-Junioren. Mit den D-Jugendlichen holt er 1983 den Feldkreispokal.
Die Saison 84/85 sieht erstmals F-Junioren am Ball. Wilfried Senne betreut die Benjamine des TuS Ascheberg und er hat ein gutes Händchen für den jüngsten Nachwuchs. Gleich im zweiten Jahr gelingt das erste Meisterstück. Wilfried Senne ist auch Trainer der F-Junioren als die Mannschaft 1992 Kreismeister wird. Dazu sammelt er mit seinen Schützlingen zwei Titel in der Halle.
Erfolgreich ist auch die C-Jugend des Vereins mit Trainer Manfred Buchenhofer. Sie schafft mit 16 Siegen aus 16 Spielen in der Saison 85/86 den Sprung in die Kreisliga A. Was aber noch imposanter ist: Als B-Ligist gewinnt die Mannschaft den Titel in der Halle, schaltet alle A-Ligisten aus und wird 1987 mit der Sportplakette der Gemeinde Ascheberg ausgezeichnet.
1990 ist die Meisterschaft der D-Junioren in der Kreisliga B zu notieren. Es sind jene Spieler, die 1986 erster F-Jugend-Meister des TuS werden. Und 1991 holen sich die A-Junioren im Elfmeterschießen gegen den Bezirksligisten SuS Olfen den Kreispokal. Neve, Rother und Ernst behalten im Elfmeterschießen die Nerven. Der TuS siegt 4:2. Es sind immer wieder die gleichen Teams, die in anderen Altersklassen für Erfolgsmeldungen sorgen. Doch der rote Faden reißt.

1993 - ein schwarzer Sommer
Im Sommer 1993 erschüttert ein bisher einmaliger Vorgang den Verein: Die gesamte Jugend-Abteilung wechselt zum SV Davaria Davensberg. Abteilungsleiter Bernhard Weidemann berichtet bei der Jahresversammlung 1994 im Rückblick: “Die Fußballabteilung hat schwere Nackenschläge hinnehmen müssen. Der negative Höhepunkt war der unsaubere Wechsel der gesamten Jugendabteilung zum SV Davaria Davensberg im Juni des Jahres, welcher die Gemüter und die Presse sehr erhitzte. Dadurch gingen der Fußballabteilung ca. 90 Spieler verloren. Außerdem waren wir gezwungen gegen die Entscheidung des Jugend- und Sportausschusses der Gemeinde über die Platzbenutzung durch den SV Davaria Davensberg gerichtlich vorzugehen. Da sich die Vereine nicht gütlich einigen konnten, meinte die Gemeinde das Recht zu haben, sich über bestehende Pachtverträge hinwegsetzen zu können. Dies konnten wir nicht hinnehmen und erwirkten eine einstweilige Verfügung. Mittlerweile haben sich die beiden Vereine aufeinander zubewegt und sind zu einer akzeptablen Lösung gekommen.
Gleichzeitig wurde mit dem Neuaufbau der Jugendabteilung begonnen. Leider gelang uns dies nur im Bereich der Minis, F- und E- Junioren, wo ca. 50 Kinder aktiv sind. Dass die betroffenen Kinder und Jugendlichen unter den Vereinsquerelen zu leiden haben, tut uns leid.”
Jugendarbeit verlangt einen langen Atem. Deswegen steht der TuS Ascheberg auch nicht wie “Phönix aus der Asche” auf. Die Minikicker sind das erste Team, mit dem der Verein sich zurückmeldet. Zur Winterpause der Saison 93/94 werden die E- und F-Junioren zu Pflichtfreundschaftsspielen im Kreis Lüdinghausen zugelassen. Die D-Junioren erscheinen zur Saison 94/95 wieder auf der Bildfläche. Zwei Jahre später vertreten sieben Mannschaften die Ascheberger Vereinsfarben. Erstmals werden 96/97 wieder C-Junioren gemeldet, zudem sind E- und F-Junioren doppelt besetzt. Die F-1-Junioren werden in ihrer Gruppe souverän Meister. Auch in der Halle ist die Mannschaft nicht zu schlagen. Später rüc-ken aus dieser Mannschaft die ersten Ascheberger zur Kreis- und Westfalenauswahl auf (Hendrik Füchtling, Timo Woltering, Markus Kuhnen). Der TuS Ascheberg weiß, dass er mit seiner Nachwuchsarbeit auf dem richtigen Weg ist. Auch aus anderen Mannschaften vertreten Spieler den TuS in diversen Auswahlen. Marc Reckel ist Stammtorhüter des Jahrgangs 1987. Aus dem Jahrgang 1990 ziehen Florian Rüller, Robin Berkemeier, Nils Heubrock und Philipp Sandhowe in die Auswahl ein. Dieser Jahrgang findet bei den E-Jugend-Elfermannschaften in seiner Gruppe während der Saison 00/01 keinen ernsthaften Gegner und wird mit gerade einmal vier Gegentoren Meister seiner Gruppe. In der Saison werden auch die letzten Lücken geschlossen. Gelingt es dem Verein 99/00 die B-Junioren-Altersklasse zu bestücken, so sind es ein Jahr später die A-Jugendlichen, die aus eigenem Antrieb ein Team auf die Beine bringen und schon ein Jahr später Kreishallenmeister werden. Die Jugend-Abteilung des TuS Ascheberg ist wieder vollzählig. Und groß wie nie: In der Saison 01/02 werden zehn Mannschaften für den Spielbetrieb gemeldet, zur aktuellen Saison werden für den Nachwuchs zwölf Mannschaften gemeldet.
Im Jahr 2000 knüpft der TuS schließlich an ganz alte Zeiten an: Er richtet wieder ein Turnier für den Nachwuchs aus, dieses Mal am Karnevalswochenende in der Halle. 40 Mannschaften spielen dort an zwei Tagen um Pokale. Dazu richtet der TuS für den Kreis Teile der Hallenmeisterschaft aus.

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